Dr. Robert Fischer

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe

Verhütungscomputer

 

Die verschiedenen Computersysteme stellen keine Empfängnisverhütung dar, sondern dienen lediglich als Hilfsmittel bei der Anwendung der sogenannten "natürlichen Familienplanung".


Sinn dieser Verhütungsmethode ist, an den fruchtbar erkannten Tagen den Verkehr zu meiden, oder auf andere Verhütungsmethoden auszuweichen.  Vor der Verwendung dieser Geräte ist es wichtig, sich mit den Methoden der NFP auseinanderzusetzen und die Grundlagen der hormonellen Vorgänge des Zyklus und ihre Wirkungen zu verstehen.


Die sogenannten "Verhütungscomputer" lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
Die meisten Geräte sind nach den Regeln der "erweiterten" Temperaturmethoden programmiert, andere bieten die Möglichkeit zusätzliche Daten zu erheben, z. B. Beschaffenheit des Zervixschleimes oder mittels Teststäbchen, die das lutenisierende Hormon (LH) feststellen.

 

WIRKUNG:

  • Der Computer bestimmt mittels Hormonmessung die Tage, an denen der Eisprung wahrscheinlich ist.

 

VORTEILE:

  • Dem Körper werden keinerlei Fremdstoffe oder Hormone zugeführt
  • Keine Nebenwirkungen
  • Dann sowohl zur Empfängnisverhütung wie auch bei Kinderwunsch eingesetzt werden.

 

NACHTEILE:

  • Auch bei sachgerechter Anwendung nur mittlere Sicherheit: je nach Gerät Pearl-Index bis 6!, d. h. nur für jemanden, für die eine ungeplante Schwangerschaft keine Katastrophe darstellt – deren Verhütungswunsch also "relativ" ist, sollte eine solche Methode anwenden

 

FÜR WEN GEEIGNET?

  • Der schlechte Pearl-Index lässt die Methode teuer (Anschaffungskosten und monatliche Testmaterialkosten) und ineffektiv erscheinen, so dass sie nur für Frauen mit einem regelmäßigen Zyklus geeignet erscheint, die eine Schwangerschaft nicht sicher ausschließen müssen.