Dr. Robert Fischer

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe

MIRENA- die Hormonspirale

 

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Das Intrauterin-System MIRENA besteht aus einem kleinen hormonfreisetzenden Zylinder, der mit einem T-förmigen Kunststoffteil verbunden ist. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden kontinuierlich winzige Mengen von Levonorgestrel (=Gelkörperhormon) direkt in die Gebärmutterhöhle abgegeben.
Dadurch wird der Schleimpfropf im Gebärmutterhals sehr fest und zäh und bildet eine Barriere, so dass keine Samenzellen in die Gebärmutter aufsteigen können. Gleichzeitig werden dadurch mögliche aufsteigende Infektionen gehemmt.
Die Schleimhaut der Gebärmutter wird in einen Ruhezustand versetzt und kann ein befruchtetes Ei nicht aufnehmen.

 

VORTEILE:

  • so sicher wie die Sterilisation (Pearl-Index unter 1)
  • lange Wirkdauer ( bis zu fünf Jahre "Ruhe" mit der Verhütung)
  • der sich bildende Schleimpfropf hält aufsteigende Keime und Infektionen ab.
  • Schwächere, kürzere und weniger schmerzhafte Monatsblutung, bei ca. 20% aller Anwenderinnen keine Monatsblutung, solange MIRENA liegt.
  • Wird das Intrauterin-System entfernt, ist es  im 1. Zyklus möglich, schwanger zu werden.

 

NACHTEILE:

  • Schmierblutungen in den ersten Wochen nach dem Einsetzen, in  seltenen Fällen können sie 3 - 6 Monate anhalten.
  • Unerwünschte Begleiterscheinungen wie Akne, Brustspannen, Kopfschmerzen, Lustlosigkeit sind möglich, kommen aber sehr selten vor und nehmen während  der  ersten Anwendungsmonate  bereits wieder  ab.