Dr. Robert Fischer

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe

Urlaub

URLAUB 19. - 27. Jänner 2019

VERTRETUNG: Dr. Thomas PANZITT, 0316 / 713 705

HPV-Impfung - HPV Test

IMPFEN SCHÜTZT vor Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen

 

Was ist HPV? HPV ist die am häufigsten sexuell übertragene Infektion. Humane Papillomaviren befallen Haut- und Schleimhautzellen des Menschen.

 

Man unterscheidet:

"Niedrig-Risko-HPV-Typen", die überwiegend nicht zu krebserregenden Erkrankungen wie Genitalwarzen führen.

"Hoch-Risiko-HPV-Typen", die Karzinome am Gebärmutterhals, der Vulva, der Vagina und am Anus verursachen können.

 

Die Infektion selbst verursacht keine Beschwerden und heilt in den meisten Fällen von selbst wieder ab. Bei manchen Frauen (10%) kommt es aber zu einer dauerhaften, einer sogennannten persistierenden Infektion mit HP-Viren. Als Folge kann es zur Entwicklung vorerst von Krebsvorstufen und in weiterer Folge zum Karzinom im Bereich der Geschlechtsorgane kommen. HP-Viren sind besonders ansteckend. Mehr als 2/3 der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren, zumeist ohne es zu bemerken. Die Übertragung der HP-Viren erfolgt meist durch Geschlechtsverkehr (genital, oral, anal). 

 

In Österreich sind jährlich etwas 400 Frauen vom Gebährmutterhalskrebs betroffen, 180 Frauen sterben daran.

 

Ausgelöst wird Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (High-Risk-HP-Viren). Diese Viren können gesunde Zellen des Gebärmutterhalses verändern, wobei es allerdings in den meisten Fällen Jahre (bis Jahrzehnte) braucht, bis eine HPV-Infektion über Krebsvorstufen tatsächlich zum Karzinom führt.

 

Durch Verwendung von Kondomen lässt sich das HPV-Infektionsrisiko zwar senken, aber nicht verhindern, denn eine Ansteckung mit HP-Viren ist auch durch Hautkontakt mit infizierten Gegenständen (Handtücher, Trinkgläser, etc.) möglich. 

 

Seit Einführung eines Impfstoffes  gegen HPV-Infektionen ist nunmehr eine so genannte primäre Vorbeugung (primäre Prävention) möglich, d. h. Der 9-fach-Impfstoff schützt gegen bestimmte HP-Viren. Gerichtet ist der Impfstoff gegen die HPV-Typen 6 und 11 bzw. 16 und 18 sowie 31, 33, 45, 52 und 58. Die HPV-Typen 6 und 11 sind für Infektionen verantwortlich, die zur Bildung von Feigwarzen (Condylomata acuminata) führen können -  diese werden durch die Impfung zu über 90% vermieden -, die HPV-Typen 16 und 18 sind besonders gefährlich, da eine Infektion zu Krebserkrankung im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane, aber auch des Afters, des Rachens und des Kehlkopfes führen kann.

 

Der prophylaktische 9-fach-Impfstoff wirkt am besten bei sogenannten „HPV-Naiven“, d. h. bei Personen, die noch keinen Kontakt mit dem Erregern gehabt haben. Die Impfung sollte deshalb idealerweise vor Beginn der sexuellen Aktivität durchgeführt werden, da die Übertragung der Viren überwiegend auf sexuellem Weg stattfindet. Die Impfung ist aber bis zum 45. Lebensjahr sinnvoll.

 

Wie wird die HPV-Impfung verabreicht?
Die HPV-Impfung wird intramuskulär in den Oberarm verabreicht. Drei Dosen werden innerhalb von 6 Monaten verabreicht, nämlich zu Beginn (Monat 0), nach 2 Monaten (Monat 2) bzw. nach 6 Monaten (bzw. 4 Monate nach der 2. Teilimpfung).

 

Wie lange wirkt die Impfung?
Zumindest zehn Jahre lang hält die Wirkung des Impfstoffes an. Das Immunsystem bildet so genannte Gedächtniszellen, die bei neuerlichen Kontakt sehr schnell mit einer starken Bildung neutralisierender Antikörper reagieren.
Auffrischungsimpfungen sind nicht vorgesehen.

 

Auch Frauen mit einer vergangenen HP-Infektion profitieren von einer HPV-Impfung. Die Impfung schützt vor einer zukünftigen Infektion mit allen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen.

 

HPV TEST

Durch den HPV-Test können schon geringste Mengen des Humanen Papillomavirus sicher nachgewiesen werden. Es besteht die Möglichkeit mit einem HPV-Test den Typus des Virus und das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu bestimmen.