Dr. Robert Fischer

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe

HPV-Impfung - HPV Test

 

Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen

 

IMPFEN SCHÜTZT

 

In Österreich sind jährlich etwas 550 Frauen vom Zervixkarzinom betroffen, 180 Frauen sterben daran.

 

Ausgelöst wird Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HP-Viren). Diese Viren können gesunde Zellen des Gebärmutterhalses verändern, wobei es allerdings in den meisten Fällen Jahre (bis Jahrzehnte) braucht, bis eine HPV-Infektion über Krebsvorstufen tatsächlich zum Karzinom führt:

 

Seit Einführung eines Impfstoffes  gegen HPV-Infektionen ist nunmehr eine so genannte primäre Vorbeugung (primäre Prävention) möglich, d. h. Der Impfstoff schützt gegen bestimmte HP-Viren. Gerichtet ist der Impfstoff gegen die HPV-Typen 6 und 11 bzw. 16 und 18. Die HPV-Typen 6 und 11 sind für Infektionen verantwortlich, die zur Bildung von Feigwarzen (Condylomata acuminata) führen können -  diese werden durch die Impfung zu über 90% vermieden -, die HPV-Typen 16 und 18 sind besonders gefährlich, da eine Infektion zu Krebserkrankung im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane, aber auch des Afters, des Rachens und des Kehlkopfes führen kann.

 

Der prophylaktische Impfstoff wirkt am besten bei sogenannten „HPV-Naiven“, d. h. bei Personen, die noch keinen Kontakt mit dem Erregern gehabt haben. Die Impfung sollte deshalb idealerweise vor Beginn der sexuellen Aktivität durchgeführt werden, da die Übertragung der Viren überwiegend auf sexuellem Weg stattfindet.

 

HP-Viren sind besonders ansteckend. Mehr als zwei Drittel der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren, zumeist ohne es zu bemerken.
Übertragen werden die HP-Viren meist durch Geschlechtsverkehr (genital, oral oder anal).

 

Durch Verwendung von Kondomen lässt sich das HPV-Infektionsrisiko zwar senken, aber nicht verhindern, denn eine Ansteckung mit HP-Viren ist auch durch Hautkontakt mit infizierten Gegenständen (Handtücher, Trinkgläser, etc.) möglich.
Die Infektion selbst verursacht keine Beschwerden und heilt in den meisten Fällen von selbst wieder ab. Bei manchen Frauen kommt es aber zu einer dauerhaften, einer so genannten persistierenden Infektion mit HP-Viren. Als Folge kann es zur Entwicklung vorerst von Krebsvorstufen kommen und in weiterer Folge zum Karzinom.

 

Wie wird die HPV-Impfung verabreicht?
Die HPV-Impfung wird intramuskulär in den Oberarm verabreicht. Drei Dosen werden innerhalb von 6 Monaten verabreicht, nämlich zu Beginn (Monat 0), nach 2 Monaten (Monat 2) bzw. nach 6 Monaten (bzw. 4 Monate nach der 2. Teilimpfung).

 

Wie lange wirkt die Impfung?
Zumindest zehn Jahre lang hält die Wirkung des Impfstoffes an. Das Immunsystem bildet so genannte Gedächtniszellen, die bei neuerlichen Kontakt sehr schnell mit einer starken Bildung neutralisierender Antikörper reagieren.
Auffrischungsimpfungen sind nicht vorgesehen.

 

 

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HPV TEST

 

Durch den HPV-Test können schon geringste Mengen des Humanen Papillomavirus sicher nachgewiesen werden. Es besteht die Möglichkeit mit einem HPV-Test den Typus des Virus und das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu bestimmen.